Beschreibung
Heinz Werner Zimmermann vertonte 1948 den 50 Jahre zuvor von Rainer Maria Rilkes veröffentlichten Liederzyklus „Fahrten“, in denen Rilke Reiseeindrücke von Venedig und verschiedenen Orten in Oberitalien, aber auch Erinnerungen an den Bodensee und Konstanz verarbeitete, und nahm die Reiselieder später in sein Werkverzeichnis auf.
Erwartungsgemäß geht es in Rilkes Gedichten über konkrete Erlebnisse beim Reisen, über Landschafts- und Natureindrücke sowie Stimmungen hinaus immer auch um die Symbolik des Reisens selbst, um den Wandel und die Vergänglichkeit sowie um spirituelle Erfahrungen im Leben des Menschen. Die bildhafte und zugleich sinnliche Sprache des Dichters in Verbindung mit einer Mehrdeutigkeit der Metaphorik hat der junge Komponist Zimmermann in Liedern für mittlere Singstimme mit Klavierbegleitung mit ebensolcher Expressivität, vor allem aber spannungsvoller Harmonik und im musikalischen Ausdruck, vertont, die hier nun erstmals veröffentlicht werden.

